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Die Heilige Mutter
Der Glaube an die Heilige Mutter
Zum heutigen Tage hin vermag niemand mehr zu sagen, wann die Menschen in Elothian und Ilyria begannen die Heilige Mutter zu verehren. Oder ob es gar schon immer so war. Doch bereits seit Jahrhunderten wird in diesen beiden Ländern ausschließlich die eine Göttin, die Schöpferin allen Lebens, verehrt und gepriesen. Darüber hinaus wird die Verehrung weiterer Götter oder Heiligen nicht geduldet. Der Heilige Mutter allein wird gehuldigt, sie schenkt Leben, wacht über alle Menschen und führt sie sicher in das Reich der Toten, wo sie ein Leben nach dem Tod erwartet.

Zur Ehrung der Mutter werden heilige Messen am Samtag Abend gehalten, um den Sonntag einzuleiten, an dem die Menschen ruhen und rasten sollen, um Kraft für ihre Arbeit zu sammeln und für einen Tag innezuhalten um wertzuschätzen, was die Mutter ihnen geschenkt hat.
Zur Begrüßung des Frühlings hat es sich etabliert, dass die Haustüren mit Blumenkränzen geschmückt werden, um die fruchtbare Jahreszeit zu begrüßen, jedoch ist diese Form der Huldigung nirgends vorgeschrieben.

Während der Geburt, Krankheit oder Dahinscheiden eines Menschen wird eine Kerze entzündet und in die offene Tür gestellt, sodass die Mutter den Weg in das Haus des Bittstellers finden kann und ihre schützende Hand über das Haus hält.

Die Heilige Mutter gilt als Spenderin allen Lebens. Alle Menschen sind ihre Kinder, die unter ihrer Obhut stehen. Sie gilt als Lenkerin der Geschehnisse und hält stets ein wachsames Auge über Recht und Ordnung.

Nach dem Tod wartet die Mutter mit einer Waage am Tor zum Leben nach dem Tod und wiegt all die guten und schlechten Taten eines Menschen auf, die er im Verlauf seines Lebens begangen hat, um schließlich ein Urteil über sein weiteres Sein zu fällen. Hat ein Mensch sein Leben in Demut und zum Wohle der Gemeinschaft vebracht, tritt er nach dem irdischen Leben in die glückselige Ewigkeit ein. Hat er gegen die Gemeinschaft gewirkt und ein Leben in Sünde gelebt, wird er mit der immerwährenden Verdammnis betraft.

Glauben & Rituale
Glaubenstätten
Die Gottesdienste zu Ehren der heiligen Mutter werden in Glaubenshäusern abgehalten. Dort versammeln sich alle Glaubensanhänger, um der Heiligen Mutter zu gedenken und ihrem Wort und Willen zu lauschen. Gottesdienste werden stets von einer heiligen Schwester angehalten. In jeder Stadt Elothians und Ilyrias wurde ein eigenes Glaubenshaus errichtet, sie werden in Ilyria auch Tempel genannt. Dort dienen mehrere Schwestern und Brüder um sich den Menschen anzunehmen und ihnen den rechten Weg zu weisen.
In kleineren Städten und Dörfern wurden einfache Gebetsstätten errichtet oder Wanderprediger werden in die Umgebung entsandt, um Gottesdienste in entlegeneren Gemeinden abzuhalten.

Geistliche
Jene, die den Glauben in die Welt tragen und die Fürsoge für eine Gemeinde tragen, werden als Schwestern und Brüder bezeichet. Sie leben sowohl in klösterlichen Verbänden fern der Gesellschaft als auch inmitten ihrer Glaubensgemeinschaft.

Entgegen der allgemeinen gesellschaftlichen Stellung haben Frauen im Glauben der Heiligen Mutter einen besonderen Status. Es ist der einzige Raum, in denen es ihnen möglich ist, eine hohe Position zu erlangen und entsprechend Einfluss zu nehmen.
Die höchsten Kirchenämter werden ausschließlich an Frauen vergeben, sie gelten als Stimme der heiligen Mutter, die deren Wort und Wille dem Volk überbringen.

Gottesgaben
Zu besonderen Feierlichkeiten wird der Mutter Milch, Obst und Brot dargeboten und ein großes Fest zu ihren Ehren gefeiert. Darüber hinaus ist es nicht üblich, ihr Opfergaben darzubringen.

Bund der Ehe
Sowohl in Ilyria als auch in Elothian wird der Bund der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen. Während die allgemeine Beziehungskonstellation in Ilyria weit liberaler gehandhabt wird als in Elothian ist dieser Bund heterosexuellen Paaren vorbehalten.

Bestattung
Nach dem Tod wird der Körper des Verstorbenen einbalsamiert und für vier Tage im Haus aufgebahrt. So soll Familienangehörigen und nahestehenden Personen die Möglichkeit des Abschieds und der Anteilnahme gegeben werden. Nach Ablauf dieser Zeit wird die verstorbene Person von einem zeremoniellen Zug zum Friedhof begleitet, auf dem er bestattet wird. Es ist üblich, dass ihr die letzte Ehre zuteil wird, indem alle Trauernden Abschied nehmen, indem sie eine Fürbitte für das Leben nach dem Tod formulieren. Abschließend zündet im nahegelegenen Gotteshaus jeder, der um den Verstorbenen trauert eine Kerze zu dessen Gedenken an. Diese sollen ihm den Weg zum letzten Gericht der Heiligen Mutter weisen.